NWG

NWG-Tagung 2005


Konferenzbericht von Christine Berg, ASIEN 97 (S. 85–89)

Auf der ersten DGA-Nachwuchstagung vom 17.-19. Juni 2005 konnten rund 20 junge Asienwissenschaftler und -wissenschaftlerinnen aus dem deutschsprachigen Raum ihre aktuellen Forschungsvorhaben präsentieren – für das Publikum eine schöne Gelegenheit, sich zu informieren, was an anderen Universitäten oder in anderen asienwissenschaftlichen Fächern derzeit an Forschungsthemen und -methoden diskutiert wird. Wie erhofft, konnten so ein interdisziplinärer Austausch und spannende Diskussionen ermöglicht werden.

Aus Sicht der Vortragenden bot sich zudem die Chance, fächerübergreifende Hinweise aufzugreifen und in die eigene Arbeit zu integrieren. Diesem Zweck dienten auch die Ausführungen der Kommentatoren – alle etablierte Experten. Dazu wurden drei bis vier inhaltlich ähnlich ausgerichtete Vorträge jeweils auf einem Panel behandelt.

Dies schmälerte die eingangs aufgezeigte inhaltliche Vielfalt nicht, brachte aber eine angenehme Struktur in die Tagung. Auch die Moderatoren der Panels achteten strikt auf die Zeitdisziplin von 10 Minuten pro Referent. Das förderte den klaren Aufbau der Vorträge und die Konzentration auf wesentlichen Punkte und machte die Themen auch dem/der Nichtfachkundigen zugänglich.

Neben inhaltlichen Diskussionen und persönlichem Austausch verfolgte die Tagung zudem das Ziel, eine „Nachwuchsgruppe Asienforschung“ zu gründen und damit eine Lücke im Bereich der Nachwuchsförderung zu schließen, die seit dem Wegfallen der jährlichen Tagungen des Ost-West-Kollegs in Brühl (1999-2002) entstanden war.

Die Nachwuchsgruppe konstituierte sich als ein Arbeitskreis der Deutschen Gesellschaft für Asienkunde (DGA). Dies erleichtert die organisatorische Arbeit erheblich und die Gruppe bekommt damit einen Partner, dessen Name Türen öffnen kann und mit der Zeitschrift ASIEN über ein eigenes Publikationsorgan verfügt.

Eine zweite Tagung der Nachwuchsgruppe ist für 2006 geplant; danach sollen die Tagungen immer im zweijährlichen Turnus und damit abwechselnd zur ebenfalls zweijährlich veranstalteten wissenschaftlichen Tagung der DGA stattfinden.

Christine Berg

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